Immobilien Bremen schließt weitere sieben öffentliche Liegenschaften ans enercity-Wärmenetz in Bremen-Nord an
- Immobilien Bremen setzt auf regionale Wärmeversorgung öffentlicher Liegenschaften zur Erfüllung der Klimaziele der Stadt Bremen
- enercity contracting baut Wärmenetz für die Nutzung unvermeidbarer Abwärme aus dem Heizkraftwerk Blumenthal
- Weitere sieben Liegenschaften im Stadtteil Vegesack werden an die Fernwärme angeschlossen
Bremen, 20. Oktober 2026.
Immobilien Bremen, ein Eigenbetrieb der Stadtgemeinde Bremen, und enercity contracting, ein Tochterunternehmen der enercity AG aus Hannover, haben weitere Verträge zur Versorgung von sieben Gebäuden in Bremen-Nord mit Wärme geschlossen. Dazu gehört unter anderem das Gymnasium Vegesack, die Schule an der Kerschensteiner Straße, die Gerhard-Rohlfs-Oberschule mit zwei Standorten, das Amt für Soziale Dienste, eine Zweigstelle der Stadtbibliothek Bremen und die Stadtteilbibliothek Vegesack. Die Fernwärmeversorgung der Liegenschaften erreicht damit einen bedeutenden Meilenstein für die Umsetzung der Wärmewende und kommunalen Wärmeplanung in der Freien Hansestadt Bremen. Der Gesamtwärmebedarf der bis heute für das Wärmenetz vorgesehenen öffentlichen Gebäude vom Immobilien Bremen beträgt etwa 5.000 Megawattstunden pro Jahr. Dies entspricht dem Wärmebedarf von ungefähr 500 Wohneinheiten. Mit der überwiegenden Nutzung von unvermeidbarer Abwärme anstelle einer Gasheizung ist eine CO2-Vermeidung von über 1.300 Tonnen jährlich verbunden.
Die sieben Liegenschaften in Vegesack schließt enercity contracting nacheinander bis Ende 2028 an das neu entstehende Fernwärmenetz in Bremen-Nord an. Durch den Ausbau des Wärmenetzes Richtung Osten nach Vegesack bieten sich Anschlussmöglichkeiten für weitere öffentliche, gewerbliche und private Abnehmer entlang der Trassen.
Stärkung des Klimaschutzes bei öffentlichen Gebäuden
"Mit dem „Aktionsplan Klimaschutz der Freien Hansestadt Bremen“ strebt Bremen bis 2038 Klimaneutralität an. Dazu tragen Investitionen in eine im Vergleich zur bestehenden Wärmeversorgung ressourcenschonendere Lösung für öffentliche Gebäude bei. Das aktuell entstehende Wärmenetz von enercity contracting in den Stadtteilen Blumenthal und Vegesack ist ein Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele und zur Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur “, erläutert Tobias Utter von Immobilien Bremen. „Mit diesem wichtigen Schritt setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für eine regionale Wärmeversorgung in Bremen-Nord.“
Seit Herbst 2023 sondieren die Partner das Immobilienportfolio und prüfen systematisch die Versorgungsmöglichkeiten für die einzelnen Liegenschaften. Nach den neu gewonnenen sieben Liegenschaften und der bereits 2025 vereinbarten Versorgung von drei Schulstandorten in Blumenthal planen die Partner die Erschließung weiterer Standorte in Bremen-Nord. In den beiden Stadtteilen Blumenthal und Vegesack liegen über 60 öffentliche Liegenschaften wie Schulen, Polizeiwachen, Feuerwehren und Behörden in der Verantwortung von Immobilien Bremen. Mehr als die Hälfte befindet sich in der Nähe des neuen Wärmenetzes, das enercity contracting seit Anfang 2025 errichtet.
Wärmeversorgung auf Basis von Abwärme in Bremen-Nord
Die Fernwärme für den Stadtteil basiert auf lokal verfügbarer und unvermeidbarer Abwärme aus dem Heizkraftwerk in Bremen-Blumenthal. Durch die Nutzung der Abwärme wird der Bedarf an fossilen Energieträgern reduziert. Sie trägt deshalb zur Erfüllung der Klimaziele bei. Ausgehend vom Heizkraftwerk Blumenthal auf dem Gelände der ehemaligen Bremer Wollkämmerei bindet enercity contracting an das wachsende Wärmenetz zunächst größere Wärmeabnehmer wie Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Wohnquartiere an das Netz an.
„Unser gemeinsames Ziel ist es, die Wärmewende in Bremen voranzutreiben und möglichst viele öffentliche Liegenschaften aus dem neuen Wärmenetz zu versorgen. Mit diesem Bündel von Ankerkunden wird die Grundlage geschaffen, das Wärmenetz in Vegesack weiter auszubauen und künftig weitere Gebäude an unsere Wärmeversorgung anzuschließen“, sagt Sascha Brandt von enercity contracting.
Die Arbeiten für den weiteren Ausbau des enercity-Fernwärmenetzes in Richtung Osten und Westen starten voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres. Aktuell laufen verstärkt Gespräche mit potenziellen Kund:innen mit erhöhtem Wärmebedarf entlang der geplanten Trasse. Großabnehmer, wie die Einrichtungen von Immobilien Bremen, stellen die Basis für einen wirtschaftlich tragfähigen Ausbau des Netzes dar. Zudem erhalten auch alle Eigentümer:innen mit geringerem Wärmebedarf, wie zum Beispiel kleinere Mehrfamilienhäuser sowie Ein- und Zweifamilienhäuser, die ebenfalls direkt an den Verteilleitungen liegenden, ein Angebot für den Anschluss an die Fernwärme.

