Hamburg, 07. Januar 2021

Nachhaltige enercity-Wärme für Hamburg-Rothenburgsort

enercity erweitert sein in der Hamburger HafenCity Ost gestartetes Fernwärmenetz nach Rothenburgsort. Ab 1. Januar 2021 versorgt der Energiedienstleister über seine Tochter enercity Contracting Nord GmbH über 160 Wohnungen in einer Wohnanlage im Billhorner Mühlenweg mit Industriewärme.

Diese Wärme für Rothenburgsort ist nahezu CO2-frei, da sie hauptsächlich aus Abwärme des nahe gelegenen Kupferproduzenten Aurubis besteht. Weitere Gebäude im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort werden schrittweise an das ausgebaute Wärmenetz angeschlossen. enercity investiert im Stadtteil rund 11 Millionen Euro in das Zukunftsvorhaben.

Der Stadtteil Rothenburgsort liegt in direkter Nachbarschaft zur Hamburger HafenCity Ost. Bereits seit 2018 beliefert dort enercity Kunden mit umweltfreundlicher Industriewärme. Die mehr als 4.600 Wohnungen im zentrumsnahen Wohngebiet Rothenburgsort werden aktuell überwiegend mittels Öl- und Gasheizungsanlagen wärmeversorgt. Das will enercity ändern, zumal in dem wachsenden Stadtteil zahlreiche Neubauvorhaben in Planung sind. Die Erschließung des bereits bebauten Bestandgebiets mit Fernwärme ist Ausgangsbasis für eine fast klimaneutrale Wärmeversorgung.

Bewohner, Betriebe und öffentliche Einrichtungen in Rothenburgsort können zukünftig  klimafreundliche, nahezu CO2-freie Industriewärme von enercity beziehen. Dr. Manfred Schüle, Geschäftsführer enercity contracting: „Immer mehr Gebäudeeigentümer erkennen den Vorteil unserer klimafreundlichen Wärmeversorgung und schließen ihre Objekte an unser Wärmenetz an. In naher Zukunft versorgen wir über 2.000 Wohnungen in Rothenburgsort mit Wärme, deren Eigentümer sich bereits für unser Angebot entschieden haben. Weitere  haben ihr Interesse bekundet.“ 

Für die Menschen in Rothenburgsort stellt das große Werksgelände der Aurubis AG auf der Südseite der Norderelbe seit Jahrzehnten einen vertrauten Anblick dar. Mit dem Anschluss von Rothenburgsort an die Fernwärmeversorgung gibt es nunmehr im Bereich der Energieversorgung auch eine direkte Verbindung zwischen dem Wärmeerzeuger und dem benachbarten Stadtteil. Diese Partnerschaft ist ebenfalls für Jahrzehnte angelegt und bedeutet für Rothenburgsort nichts anderes als die Wende hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung innerhalb nur weniger Jahre.

Aufgrund der überwiegenden Nutzung industrieller Abwärme von Aurubis ist die Wärme nahezu frei von Kohlendioxid. Sie hat daher einen niedrigen Primärenergiefaktor von 0,21 − während Gaskessel nur einen Wert von 1,1 aufweisen. Durch Ablösung ihrer alten Heizungsanlage erfüllen Gebäudeeigentümer nicht nur die Anforderungen des neuen Gebäudeenergiegesetztes, sondern auch die ambitionierten Vorgaben des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes hinsichtlich des Einsatzes von erneuerbaren Energien für die Wärmeversorgung von Bestandsgebäuden. 

Diesen Vorteil hatte auch die Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG (BGFG) erkannt. Als erster Vertragspartner in Rothenburgsort hatte sich die Genossenschaft bereits im Sommer 2019 entschlossen, künftig ihre Wärme bei enercity zu beziehen. Bis 2027 baut die BGFG mehrere Mehrfamilienhäuser in Rothenburgsort. Der Anschluss der ersten Gebäude an das Wärmenetz ist für  2021 geplant.  

Nach dem Auftakt am Billhorner Mühlenweg übernimmt enercity ab dem ersten Quartal 2021 auch die Wärmeversorgung von acht Gebäuden der Wohnungsgesellschaft SiTREA mit rund 180 Wohnungen. Leif Steffen, Geschäftsführer der SiTREA-Gruppe, ein engagierter Befürworter der klimafreundlichen Fernwärmeversorgung zeigt sich erfreut: „Im Moment beziehen wir unsere Wärme durch vier Ölkesselanlagen mit einem Jahresverbrauch von ca. 210.000 Litern Öl. Diese fallen mit dem Anschluss an das Wärmenetz weg. Unsere Mieter profitieren von ökologisch nachhaltiger und gleichzeitig preisstabiler Fernwärme durch enercity.“ Neben diversen Wohngebäuden wird enercity in Zukunft auch die Wärmeversorgung von öffentlichen Gebäuden übernehmen. Dazu zählen zwei Schulen und eine Kita in der Marckmannstraße.

 

Fotos zu enercity Contracting (hier: Energiezentrale Oberhafen) und den Fernwärme-Leitungsbauarbeiten in Hamburg-Rothenburgsort gibt es hier zum Download: https://mams.enercity.de/pinaccess/showpin.do?pinCode=LTA6RbbqF9bh

 

enercity contracting: Wärme, Kälte oder Strom aus KWK-Anlagen und regenerativen Energie

Die enercity Contracting GmbH konzipiert, baut und betreibt Energiezentralen. Die hundertprozentige enercity-Tochter ist ein bundesweit tätiges Wärmeversorgungs- und Contracting-Unternehmen und in mehr als 100 Städten und Kommunen mit über 1.100 Energiezentralen vertreten.

Sie betreibt in Deutschland etwa 1.170 Heiz- und Energiezentralen mit einer installierten Wärmeleistung von insgesamt rund 600 Megawatt. Die im Rahmen von BHKW installierte elektrische Leistung beträgt 18 MW. Der Wärmeabsatz beträgt ca. 740 Millionen kWh, die Stromproduktion liegt bei 85 Millionen kWh. Mit rund 80 Mitarbeitenden erwirtschaftet enercity contracting einen Umsatz in Höhe von circa 88 Mio. Euro.

Zu den Kunden zählen private Immobilieneigentümer, Gewerbe und Industrie, öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser oder Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Schwerpunkte der enercity contracting sind die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung aus hocheffizienten KWK-Anlagen sowie der Einsatz von regenerativen Energien wie Biogas, Holzpellets und Holzhackschnitzel. Die enercity contracting ist darüber hinaus an einigen Biogasanlagen beteiligt, die Biogas oder Biomethan produzieren.

Seit 2013 ist deren Tochtergesellschaft enercity Contracting Nord GmbH (eCG Nord) vor allem in Hamburg und Schleswig-Holstein mit etwa 20 Beschäftigen tätig. Als herausragendes Vorhaben gilt derzeit das Partnerschaftsprojekt von Aurubis und enercity zur Nutzung der Abwärme für die Wärmeversorgung der Hafen City Ost und weiterer Hamburger Stadtteile.

 Weitere Informationen: www.enercity-contracting.de